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Montag, 06. Februar 2012
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Die Anordnung der Bahnen zueinander und die Spielreihenfolge nennt
man das Routing des Golfplatzes. Spricht man hingegen vom Layout, so
meint man entweder den inneren Aufbau einer einzelnen Spielbahn oder
ganz allgemein die Art und Weise wie der Golfplatz in die Natur
eingebettet wurde. Die Anzahl der Golfbahnen auf einem Platz ist fast
immer durch 9 teilbar. Es gibt also Plätze mit 9, 18, 27, 36 usw.
Spielbahnen, wobei die weitaus häufigste Form die mit 18 Löchern ist. Traditionelles Routing
Historisch haben sich Golfplätze so entwickelt, dass die ersten neun
Löcher weg vom Clubhaus führten („out“) bis zum maximal entfernten
Punkt des Golfplatzes. Dort kehrte man um und spielte neun Löcher
wieder zurück („in“) zum Clubhaus. Die Vorstellung dabei war, dass man
neun Löcher in den Wind und neun Löcher mit Rückenwind spielte. Da der
Golfsport sich an den windigen Küsten Schottlands entwickelte, waren
die vorherrschenden Windrichtungen ein wichtiger Faktor bei der Planung
des Routings. Modernes Routing
Heute steht das Clubhaus oft in der Mitte des Golfplatzes, so dass
dort jeweils eine Schleife von neun Löchern beginnen und auch wieder
enden kann. So hat man alle zwei Stunden (das ist die ungefähre
Spielzeit für neun Bahnen) die Möglichkeit zu entscheiden, ob man
aufhören möchte. Bei geschickter Planung können so 27 Löcher, also drei
9-Loch Schleifen, um ein Clubhaus herum gebaut werden. Dies hat den
Vorteil, dass man auf 18 Loch ein Turnier abhalten kann und immer noch
neun Loch zur Verfügung hat für Spieler, die nicht an dem Turnier
teilnehmen wollen.
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Alle Zahlen in diesem Abschnitt stammen von der GCSAA
(Golf Course Superintendents Association of America) und wurden über
den Durchschnitt aller Turnierplätze der amerikanischen Profi-Touren
ermittelt.
Abschlag
Ein Abschlag ist ein Bestandteil einer Golfbahn (engl. tee oder tee box).
Es handelt sich dabei um eine ebene, zumeist rechteckige und oft leicht
erhöhte Grasfläche. Eine Abschlagsmarkierung gibt innerhalb dieser
Fläche den Ort an, wo der Ball abgeschlagen werden muss (entweder auf
Höhe der Markierung oder bis zu zwei Schlägerlängen dahinter).
Zum Abschlagen wird der Golfball oft auf einen kleinen Stift, das sogenannte Tee,
gesetzt. Der Ball wird dadurch vom Boden abgehoben und praktisch
„volley“ getroffen, so dass längere Schläge möglich werden. Die
Wahrscheinlichkeit des falschen Auftreffens des Schlägers auf den Boden
wird somit ebenfalls verringert.
Ein Golfplatz besitzt in Deutschland zumeist vier verschiedene
Abschläge je Spielbahn: einen Damenabschlag (rot), einen Herrenabschlag
(gelb), einen Turnierabschlag für Damen (schwarz) und einen
Turnierabschlag für Herren (weiß). Die Turnierabschläge sind dabei
weiter entfernt vom Grün als die normalen, gleiches gilt normalerweise
für die Herrenabschläge im Vergleich zu denen der Damen. In anderen
Ländern sind teilweise andere Farben üblich und es gibt, speziell in
den USA,
bis zu sechs oder mehr Abschläge. Da über die Positionierung der
Abschläge die Gesamtlänge der zu spielenden Bahn festgelegt wird, ist
die Idee hierbei, dass jeder Spieler von den Abschlägen spielen soll,
die seinem Spielvermögen entsprechen, ihn also weder unter- noch
überfordern.
Beim Abschlagen des Balls entstehen häufig Schäden auf der Abschlagfläche, so genannte Divots.
Diese Schäden in der Grasnarbe werden durch Nachsaat und Düngung wieder
repariert. Die herausgeschlagenen Rasenstücke sollen nicht, wie auf dem
Fairway üblich, wieder zurückgelegt werden, da der nächste Spieler
sonst ausrutschen könnte, wenn er die schadhafte Stelle nicht bemerkt.
Um die Fläche gleichmäßig zu belasten, werden die Abschlagsmarkierungen
innerhalb der Abschlagsfläche regelmäßig versetzt. Somit kann auch die
Länge der einzelnen Spielbahnen von Tag zu Tag um ein paar Meter
variieren.
Abschläge machen etwa 2 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, das Gras wird auf eine Höhe zwischen 5 und 10 mm geschnitten.
Fairway
Das Fairway ist der kurz gemähte Bereich einer Spielbahn
zwischen Abschlag und Grün und nimmt somit unter den bespielbaren
Flächen des Golfplatzes den größten Raum ein. Fairways können gerade
verlaufen oder bis zu zwei Doglegs aufweisen (siehe dazu das
nebenstehende Bild). Gelegentlich wird ein Fairway auch unterbrochen
von Gräben, Wegen, Rough-Flächen, Seen oder anderen Elementen, die
überspielt werden müssen. In seltenen Fällen gibt es sogar zwei
Fairways, die auf verschiedenen Wegen zum Grün führen.
Der Bereich zwischen dem Fairway und dem umliegenden, nicht gemähten
Bereich wird als „Semirough“ bezeichnet. Hier wird zwar regelmäßig
gemäht, das Gras steht jedoch höher als auf dem Fairway und fordert
somit einen technisch schwierigeren Golfschlag.
Aus spieltechnischen Erschwernisgründen sind die Fairways häufig an
strategischen Punkten mit Bunkern ausgestattet. Da Schläge aus dem Sand
fast immer deutlich kürzer ausfallen als Schläge vom Fairway, sind
diese Fairwaybunker bei vielen Golfern unbeliebt. Sie liegen daher in
der Regel so weit weg vom Abschlag, dass ein schlechterer Spieler sie
gar nicht erreichen kann. Bei einem besseren Spieler, der einen
entsprechend langen Abschlag ausführen kann, geht man davon aus, dass
er die spezielle Technik des Schlages aus dem Fairwaybunker beherrscht.
Zu den meisten modernen Golfplätzen gehört eine Drainage unterhalb der Grasnarbe und eine Beregnungsanlage
für Fairways und Grüns. Der Wasserverbrauch in südlichen Ländern liegt
bei bis zu 10 mm, d. h. 10 Liter pro Quadratmeter und wird von manchen
Umweltschützern als Verschwendung wertvoller, natürlicher Ressourcen
kritisiert. Manchmal werden Golfplätze aber auch absichtlich nicht oder
nur wenig gewässert, beispielsweise im Vorfeld eines Profi-Turniers,
wenn besonders schwierige Spielbedingungen geschaffen werden sollen. In
Großbritannien und klimatisch vergleichbaren Regionen wird generell
weniger gewässert, die dortigen Spieler sind harte und schnelle
Fairways gewohnt. Andernorts, insbesondere in den USA, ist diese
Akzeptanz geringer, es wird ein jederzeit grüner und weicher Golfplatz
erwartet.
Fairways machen etwa 23 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, das Gras wird auf eine Höhe zwischen 8 und 12 mm geschnitten.
Grün
Das Grün (engl. Green) ist der Zielbereich beim Golf. Hier
wird der Ball nicht durch die Luft geschlagen, sondern mit dem Putter
über das Grün in Richtung Loch gerollt.
Die Fläche eines einzelnen Grüns beträgt etwa 300 bis 1000 m², wobei
der Durchschnitt bei etwa 550 m² liegt. Das Grün wird im Sommer täglich
geschnitten und gewässert, im Winter wird es bei Frost gesperrt, da
sonst Schäden auftreten können. In diesem Fall werden manchmal
Ersatzgrüns, die sogenannten Wintergrüns, auf dem Fairway angelegt.
Die Geschwindigkeit, die ein Ball beim Rollen über das Grün erreicht, wird mit einem Stimpmeter ermittelt. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Schiene, von der ein Ball auf das Grün gerollt wird. Die Anzahl an Fuß, die der Ball dabei zurücklegt, ist dann die Geschwindigkeit des Grüns. Die schnellsten Grüns, wie etwa die in Augusta National, können bis zu 14 auf dem Stimpmeter erreichen, normal sind jedoch 11-12 bei Profi-Turnieren und 8-10 im Alltagsbetrieb.
Um das Grün schwieriger zu gestalten, werden seitens des Golfarchitekten
sogenannte „Breaks“ eingebaut. Dies bedeutet, dass das Grün nicht flach
ist, sondern kleine Erhebungen und Mulden aufweist. Man spricht dann
von einem mehr oder weniger stark ondulierten Grün. Der Ball rollt dort
nicht geradeaus, sondern wird durch die Breaks abgelenkt und verändert
auch seine Geschwindigkeit anders als auf einer flachen Ebene.
Dementsprechend muss beim Putt neben das Loch gezielt werden, damit der
Ball in einer Kurve zum Ziel rollt. Das Bestimmen dieser Kurve nennt
man „das Grün lesen“, was viel Erfahrung erfordert. Profi-Spieler
lassen sich dabei von ihren Caddies helfen.
Der Übergang vom Grün zum Fairway oder Rough wird als Vorgrün (engl.
Semigreen) bezeichnet. Hier steht das Gras etwas höher als auf dem
Grün, dennoch kann man in aller Regel den Ball noch putten. Um das Grün
herum liegen häufig Hindernisse, die „das Grün verteidigen“ (das
Anspiel erschweren) sollen. Oft sind dies Sandbunker, die äußerst tief
sein können, aber auch Wasserhindernisse sind üblich. Ist das Grün an
mindestens drei Seiten von Wasser umgeben, so nennt man es Inselgrün.
Normalerweise betritt man ein solches Grün über eine Brücke, in
seltenen Fällen ist sogar eine kleine Bootsfahrt nötig.
Grüns sind aufgrund des extrem kurzen und gleichmäßigen Schnitts die
empfindlichsten und teuersten Teile eines Golfplatzes. Aus diesem Grund
sind die Golfspieler zur besonderen Schonung des Grüns angehalten.
Beschädigungen durch den Ball werden mit Hilfe einer Pitchgabel
ausgebessert. Unterhalb der Grasnarbe befindet sich eine 20 cm starke
Rasentragschicht, die aus Sand und Oberboden besteht. Diese körnige
Tragschicht soll ein Versickern von Oberflächenwasser (Regen bzw.
Beregnungsanlage) ermöglichen. Funktioniert diese Drainage nicht, so
kann das Grün so weich werden, dass die Golfspieler Fußspuren
hinterlassen und das Grün dadurch unbespielbar machen.
Grüns machen etwa 2 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus, das
Gras wird bei Profi-Turnieren auf eine Höhe zwischen 2,5 und 3,2 mm
geschnitten, im Alltagsbetrieb können es auch 4 mm sein.
Sonderformen des Grüns
Wenn eine regelmäßige Bewässerung nicht gewährleistet werden konnte,
wurden früher in vielen Fällen statt der auf Gras basierenden Turf Greens die sogenannten Sand Greens (auch Browns
genannt) angelegt. Diese bestanden aus einer Sandschicht, darunter ein
lehmiger, geteerter oder gekiester Untergrund, der ein gleichmäßiges
Abprallen und Laufen des Golfballes ermöglichte. Jedes Frühjahr wurden
diese Grüns mit Altöl getränkt und einer neuen Sandschicht versehen, um
Winderosion, niederschlagsbedingte Matschbildung und unerwünschten
Pflanzenwuchs zu verhindern. Die Puttlinie wurde vor dem Einlochen
häufig mit einem Stück Teppich geglättet, das am Flaggenstock befestigt
war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten fast alle Golfplätze im
Süden und mittleren Westen der USA Sand Greens, erst neuere
Bewässerungstechniken ließen diese nach und nach verschwinden.
In Gebieten extremer Trockenheit werden Sand Greens noch heute
verwendet. Dies gilt beispielsweise für den weltweit höchstgelegenen
Golfplatz (auf etwa 3500 m Höhe), eine 9-Loch-Anlage in Leh, Ladakh, unterhalb des Himalaya-Massivs, die von der indischen Armee betreut wird. Zum Vergleich: der höchstgelegene Golfplatz mit Turf Greens befindet sich in La Paz auf bis zu 3342 Metern Höhe. Eine ganze Reihe von Golfplätzen mit Sand Greens gibt es im australischen Outback.
Beim Eisgolf heißen die Grüns dann entsprechend Whites und bestehen aus fest gewalztem Schnee oder Eis.
Loch
Das Loch ist im Golf das Ziel einer Spielbahn, in das der Ball gespielt werden soll.
Ein solches Loch (engl. „hole“) besteht aus einem in der Oberfläche
des Grüns befindlichen zylindrischen Einsatz aus Kunststoff oder
Metall, mind. 10 cm (4 Zoll) tief mit einem genormten Durchmesser
(108 mm, bzw. 4,25 Zoll). In diesem Einsatz steckt der sogenannte
Flaggenstock, an dessen oberem Ende eine Fahne befestigt ist, auf der
oft die Nummer der Spielbahn steht. Der Flaggenstock markiert das Loch
auf dem Grün, so dass der Golfer von weitem schon sieht, welchen
Bereich des Grüns er anspielen sollte. Manchmal ist auch die Farbe des
Fahnentuchs signifikant, sie kann zum Beispiel anzeigen, ob der
Flaggenstock vorne, hinten oder in der Mitte des Grüns steckt. In
anderen Fällen bezeichnet die Farbe den Golfplatz, zu dem das Grün
gehört, etwa wenn mehrere Golfplätze direkt aneinandergrenzen. Zum
Einputten wird der Flaggenstock herausgenommen.
Da der Rasen um das Loch herum deutlich stärker strapaziert wird, ist das Loch alle paar Tage vom Greenkeeper
zu versetzen. An einer anderen Stelle des Grüns wird ein neues Loch
gestochen, in dem dann der Einsatz mit der Fahne platziert wird; das
alte Loch wird mit dem herausgestochenen Pfropfen verschlossen. Neben
der Schonung des Grüns sorgen die verschiedenen Fahnenpositionen für
Abwechslung, da unterschiedliche Stellen des Grüns angespielt werden
müssen und man mit anderen Puttlinien konfrontiert wird. Bei
mehrtägigen Turnieren werden die Fahnenpositionen normalerweise von Tag
zu Tag schwerer gesetzt.
Auch eine Spielbahn wird im Golf „Loch“ genannt, die Bar im Clubhaus wird scherzhaft als „19. Loch“ bezeichnet.
Rough
Als Rough (das Raue) werden die Teile eines Golfplatzes
bezeichnet, die zwischen den Spielbahnen liegen. Die Roughbereiche
werden nur zweimal jährlich gemäht und ansonsten in ihrem natürlichen
Wuchs belassen. Sie dienen einmal zur optischen Abgrenzung der
Spielbahn, so dass der Golfer idealerweise das Gefühl bekommt sich
alleine in der freien Natur zu bewegen. Das Rough, besonders wenn es
Bäume und hohes Gebüsch enthält, ist aber auch wichtig als
Sicherheitspuffer, da es verschlagene Bälle aufhält, die sonst die
Spieler auf der angrenzenden Spielbahn bzw. Spaziergänger außerhalb des
Golfplatzes gefährden könnten. Schließlich dient das Rough auch als
ökologische Ausgleichsfläche für Pflanzen und Tiere. Wenn das Rough
besonders hoch ist (knie- bis hüfthoch), so wird es auch als Hard Rough
bezeichnet, ein Golfschlag ist dann oft gar nicht mehr möglich.
Der Übergangsbereich zwischen Fairway und Rough ist das Semirough.
Es wird regelmäßig gemäht, aber das Gras steht höher als auf dem
Fairway, so dass leicht verzogene Bälle von ihm aufgehalten und in
einigermaßen spielbarer Lage aufgefunden werden. In seltenen Fällen
gibt es zwei Semirough-Bereiche zwischen Fairway und Rough. Diese
werden auch „first cut“ und „second cut“ genannt, wobei der „first cut“
eine Schnitthöhe zwischen Fairway und „second cut“ aufweist.
Je nach Art des Rough kann es sehr schwer bis unmöglich sein einen
dorthin geschlagenen Ball wiederzufinden. Da die Golfregeln bis zu fünf
Minuten Suchzeit erlauben und die meisten Spieler mehrmals pro Runde
von der Spielbahn abkommen, kann üppiges Rough das Spieltempo enorm
verlangsamen. Dies verringert wiederum die mögliche Anzahl an Spielern
und somit die Einnahmen pro Zeiteinheit. Aus diesem Grund gehen
kommerziell orientierte Golfplatzbetreiber vermehrt dazu über das Rough
häufig zu mähen oder sogar ganz abzuschaffen. Der Sicherheitspuffer
kann in solchen Fällen z. B. über Aufschüttungsmaßnahmen entlang der
Fairways realisiert werden.
Das Rough macht etwa 70 % der Gesamtfläche eines Golfplatzes aus. Bunker
Ein Bunker ist eine Grube, die in der Regel mit Sand gefüllt
ist und in den Golfregeln den Sonderstatus eines Hindernisses hat.
Schläge aus einem Hindernis sind aufgrund regeltechnischer
Erschwernisse besonders für durchschnittliche und schlechte Spieler
sehr anspruchsvoll. Nachdem der Ball aus dem Bunker herausgeschlagen
wurde, müssen die entstandenen Unebenheiten mit einer seitlich
liegenden Harke wieder eingeebnet werden.
Historisch entwickelten sich die Bunker aus natürlichen Sandkuhlen
innerhalb der Dünenlandschaften, die die ersten Golfplätze
beherbergten. Durch Winderosion und Schutz suchende Tiere wurden sie
ausgehöhlt und blieben weitgehend frei von Vegetation. Insoweit sind
Sandbunker auf den meisten Golfplätzen eigentlich unangebracht, da sie
nur in Dünenlandschaften vorkommen und somit auf Links-Plätze beschränkt sein sollten. Jedoch ist ihr spielstrategischer Wert so hoch, dass sie auf fast allen Golfplätzen eingesetzt werden.
Mit Gras oder Erde gefüllte Vertiefungen werden oft Grasbunker
genannt, sind jedoch auf den meisten Plätzen keine Bunker im Sinne der
Golfregeln, sondern normales Gelände. Außerdem gibt es, gerade in
Wüstenregionen, große Sandflächen, die in den Platzregeln ebenfalls
nicht als Bunker, sondern als „Waste Area“ ausgezeichnet sind.
Damit die Bunker schon von weithin erkennbar sind, ist ihre
Rückseite normalerweise hochgezogen. Es gibt jedoch auch praktisch
unsichtbare Bunker, was aber von einigen Golfarchitekten
als unfair abgelehnt wird. Was jedoch häufig vorkommt, wenn der Ball im
Bunker liegt, ist eine Behinderung von Blick und Weg Richtung Grün.
Fairwaybunker sind links und rechts des Fairways angeordnet und
liegen auf Höhe der Landezone von Abschlägen besserer Spieler. Sie
haben meist eine flache Kante (auch Lippe genannt), da man aus ihnen
einen langen, relativ flachen Schlag ausführen muss.
Grünbunker liegen direkt vor, neben oder hinter dem Grün, um das
Anspielen zu erschweren, d. h. das Grün zu verteidigen. Sie sind
üblicherweise tiefer als Fairwaybunker, da hier ein kurzer, hoher
Schlag gefordert wird.
Besonders gefürchtet sind die sogenannten Topfbunker, die steil und
eng nach unten führen, nicht selten mit Treppe oder Leiter versehen.
Eine alte schottische Redensart besagt, dass in einem Bunker nur genug
Platz für einen ärgerlichen Mann und sein Niblick (Vorläufer des 9er
Eisen) sein muss.
Anhänger der bestrafenden Designphilosophie platzierten Bunker gerne
in der Fairwaymitte, also genau auf der Ideallinie. Die heutigen Golfarchitekten
gehen aber eher strategisch vor. Der Spieler soll möglichst oft mehrere
Optionen haben: hohes Risiko auf dem direkten Weg oder geringes Risiko
auf einem längeren Weg in Richtung Grün. Bunker sind dann ein probates
Mittel, um dieses Risiko/Nutzen-Verhältnis zu modellieren.
Als Bunkersand wird meist ein heller Quarzsand verwendet, der schon
von weitem leuchtet. Auf besonders anspruchsvollen Golfplätzen wird
aber auch zerstoßener Marmor ausgebracht. Unter dem Sand liegt häufig
eine Drainage, die stehendes Wasser im Bunker ableiten soll.
Wasserhinernis
Das Wasserhindernis ist ein Hindernis im Sinne der Golfregeln. Es
handelt sich dabei um ein abgestecktes Areal, wobei die
Begrenzungspfosten entweder gelb (frontales Wasserhindernis) oder rot
(seitliches Wasserhindernis) eingefärbt sind. Typischerweise, aber
nicht zwingend, enthält das Areal eine Uferzone und Wasser. Dabei tritt
das Wasser in Form eines Sees oder eines Bachlaufes auf, die zu
bestimmten Jahreszeiten auch austrocknen können.
Wie beim Bunker gelten auch hier regeltechnische Erschwernisse beim
Schlag, in vielen Fällen muss der Ball jedoch von vornherein aufgegeben
werden, weil er „nass“ (im Wasser) ist. Aus diesem Grund fürchten
Profi-Spieler die Wasserhindernisse mehr als Amateure dies tun, da sehr
gute Spieler aus fast allen Lagen einen passablen Rettungsschlag
anbringen können, nicht jedoch wenn der Ball im Wasser versunken ist.
Aufgrund dieses hohen Risikofaktors versuchen Golfer immer einen
gewissen Abstand zu einem Wasserhindernis zu wahren, so dass diese auch
hervorragende Sicherheitspuffer abgeben.
Künstlich angelegte Seen dienen einem Golfplatz auch als
Wasserreservoir. Verteilt man einige dieser Reservoirs gleichmäßig über
das Gelände, so ergeben sich beim Bau eines Bewässerungssystems kurze
Wege für die unterirdisch zu verlegenden Schläuche oder Rohre.
Wasserhindernisse stellen auch eine Einnahmequelle für Ballsammler
dar. Mit Hilfe einer Tauchausrüstung oder unterhalb der
Wasseroberfläche gespannten Netzen lassen sich verschlagene Bälle
bergen. Diese Bälle kommen je nach Zustand in verschiedenen Qualitäts-
und Preisabstufungen als „Lakeballs“ auf den Markt.
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Golfbahnen (auch verkürzt „Löcher“ genannt) werden entsprechend ihrer Länge in folgende Kategorien eingeteilt:
Par-3 Löcher
Auf Par-3 Löchern sollte der Spieler idealerweise mit drei Schlägen
den Ball eingelocht haben. Sie sind so angelegt, dass der Spieler das
Grün mit dem ersten Schlag erreichen kann. Es muss also eine gerade
Linie vom Abschlag bis zum Grün geben. Mit zwei weiteren Putts soll
dann der Ball eingelocht sein. Die Länge beträgt für Herren bis zu 229
Meter (250 Yards) und für Damen bis zu 192 Meter (210 Yards). Ein 18-Loch Golfplatz hat meist vier dieser kurzen Bahnen.
Par-4 Löcher
Auf Par-4 Löchern sollte der Spieler idealerweise mit vier Schlägen
eingelocht haben. Der Ball wird abgeschlagen, landet auf dem Fairway
und soll dann mit dem zweiten Schlag auf das Grün geschlagen werden.
Mit zwei weiteren Putts soll der Ball dann eingelocht werden. Insofern
muss es keine gerade Linie mehr vom Abschlag bis zum Grün geben, das
Fairway darf einmal abknicken. Dieser Knick oder auch eine Spielbahn
mit einem solchen Knick wird Dogleg
genannt. Die Länge dieser Bahnen liegt für Herren zwischen 230 und 430
Meter (470 Yard), für Damen zwischen 193 und 366 Meter (400 Yard).
Par-4 Löcher machen den Löwenanteil eines Golfplatzes aus,
normalerweise 10 von 18 Löchern.
Par-5 Löcher
Auf Par-5 Löchern sollte der Spieler idealerweise mit fünf Schlägen
eingelocht haben. Der Ball wird abgeschlagen, einmal auf dem Fairway
weitergespielt und mit dem dritten Schlag auf das Grün gebracht. Hinzu
kommen wiederum zwei Putts. Par-5 Löcher dürfen deshalb bis zu zwei
Doglegs haben, bei überdurchschnittlicher Länge führen sie aber in der
Regel geradeaus. Par-5 Löcher messen für Herren ab 431 Meter, für Damen
ab 367 Meter. Das längste Par-5 Loch Europas befindet sich am Golfplatz
St. Oswald bei Freistadt in Österreich mit einer Länge von 612 Metern. Ein 18-Loch Golfplatz hat meist vier dieser langen Bahnen.
Par-6 oder mehr
In sehr seltenen Fällen gibt es Löcher mit einem Par von sechs oder
mehr. Dies hat in der Regel publikumswirksame Gründe, bei
Profiturnieren und auch im semiprofessionellen Amateurbereich
beschränkt man sich fast immer auf Par 3, 4 und 5. In Europa gibt es
zwei Par-6-Löcher: eines auf dem PGA New Course des Golfclubs
Himmerland in Dänemark (621 / 547 Meter) und das andere auf dem Platz
des Golfclubs Limpachtal in der Schweiz (666 / 552 Meter).
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